Maxel

Yorkshire Terrier, Rüde, * ca. 2009, ca.25-30 cm

Maxel hat im zweiten Anlauf nun ein schönes neues Zuhause in Berlin gefunden. Er nimmt teil an unseren täglichen, abenteuerlichen Hunderunden mit Hunden jeder Art und Größe, mit denen er verträglich ist, wie mit fremden Vierbeinern auch und mit allen Menschen sowieso. Wenn Teilnehmer an der Hunderunde eintreffen, flitzt Maxel erst einmal um alle herum, als wollte er nachzählen, ob auch wirklich alle da sind. Dann wird jeder fröhlich begrüßt und los geht es. Inzwischen war er auch beim Hundefrisör und hat sich willig kämmen, bürsten und das Gesicht "frei schneiden" lassen.



Maxel lebt seit ein paar Wochen in Deutschland. Hier zeigt sich jeden Tag wieder neu, was er für ein lieber kleiner Hund ist. Er ist verträglich mit den anderen Hunden aus unserer Hundegruppe, geht sehr gerne mit und ohne uns alle Gassi, läuft brav und ohne zu ziehen an der Leine und inzwischen im sicheren Gelände auch schon frei mit seinem Frauchen mit. Im Moment erkundet Maxel gerade mit uns allen das Umland, wozu neben Wiesen, Feldern und Wäldern auch Wasserläufe und Hundebadestellen gehören. Wenn ihn allerdings ein anderer Vierbeiner anrempelt oder einfach mal eben überrollt, dann meckert er laut und deutlich auf Hundeart und zeigt den Kumpels "bis hierher und nicht weiter". Maxel ist klein und sehr lieb, aber auch oho, wenn es denn nötig ist. Mit dem fahren im Auto hat er keine Probleme - im Gegenteil, Auto fahren heißt, es gibt etwas zu erleben, und das ist toll. In der Wohnung verhält sich der kleine Racker unauffällig.



Auch der kleine Maxel blieb nicht verschont und wurde, als ihn seine Leute satt hatten, in einer Tierauffangstation abgegeben - immerhin wurde er wenigstens nicht ausgesetzt.
Dort zeigt sich Maxel als kleiner Lebenskünstler. So nach dem Motto "klein, aber oho" fegt er sich dort rassetypisch seinen Platz an der Sonne frei und setzt sich gegen die zumeist größeren, aber friedlichen Hunde durch. Er tut halt so, als wäre er groß - er weiß es ja nicht besser, weiß ja nicht, dass er eigentlich keine deutsche Dogge und somit chancenlos in jedem Streit wäre. Ganz offensichtlich möchte Maxel ein "richtiges" Hundeleben führen und kein Schoßhündchen sein - also suchen wir für ihn eine zweite Chance und ein Plätzchen, wo der kleine Raubautz ein seinem Wesen entsprechendes, möglichst abwechslungsreiches Leben führen darf und mit Artgenossen herumtoben kann. Maxel möchte gerne Löcher buddeln - man darf ja nicht vergessen, dass diese kleinen Hunde früher als Mäuse- oder Rattenfänger fungierten. Diese Gene stecken in jedem von ihnen, und so stellen sie bei artgerechter Haltung noch heute ein robustes, lebhaftes Familienmitglied dar, das - wird es nicht zum Modepüppchen degradiert - gerne und mit großer Energie spielt und sein Leben fröhlich genießt.
Terrierfreunde aufgepasst - Maxel ist begeistert von Menschen und allem, was sie ihm bieten und beibringen können. Gerne schmust er auch und kuschelt auf dem Schoß, aber dann fällt ihm wieder etwas Neues ein, und er flitzt los zu den Hundekumpels und guckt, was da los ist. Auch wenn er ein kleiner "Graf Löwenherz" ist, so ist er doch friedlich, artverträglich und kennt auch Katzen. Da er nicht viel Raum beansprucht, passt er gut überall hin - Hauptsache geliebt.