Tess

Pharaonenhund, weiblich,* 08/2014, ca. 50 cm



Tess ist ein Opfer menschlicher Willkür. Geboren, um über Weihnachten als Spielzeug für Kinder missbraucht zu werden, wurde sie im neuen Jahr lästig und deswegen einfach irgendwo im Nirgendwo ausgesetzt und einfach ihrem Schicksal überlassen - der Opfer-Geschichte erster Teil. Da Tess über einen eher defensiven Charakter verfügt, wurde sie auch bei ihren wild lebenden Artgenossen zum Opfer - sie wurde überall da weg gejagt, wo es etwas zu futtern gab - kenntlich an vielen kleinen Bißwunden überall am ganzen Körper, Opfer, der zweite Teil.
Und dann noch als drittes gab ihr der Mensch den schlimmsten Schalg: Sie wurde vom Auito angefahren und am Hinterkörper getroffen, blieb liegen und gab auf.
Glücklicherweise findet ihre Lebensgeschichte ab hier eine gute Fortsetzung: Ein Mitarbeiter eines privaten Tierheies fand sie dort verletzt liegend, nahm sie im Auto mit und ließ sie in einer Tierklinik umgehend versorgen - Tess ließ alles friedlich über sich ergehen, denn sie spürte, die fremden Menschen wollten ihr helfen.
In der Klinik wurde eine Femur-Resektion vorgenommen, und nun ist sie schon wieder in der Rekonvaleszenz - lediglich geschorenes Fell und eine Narbe sind Zeugen der OP. Von jetzt an muss sie kontrolliert wieder laufen, langsam antrainiert werden, dann können wir getrost davon ausgehen, dass in spätestens sechs Monaten von ihrem Unfall keine Spur mehr vorzufinden ist. Die Bißwunden sind ohnehin schon weitegehend abgeheilt, und Tess hat sich trotz alle Probleme einen guten Charakter voller Vertrauen in die Zweibeiner bewahrt. Sie ist ein besonders liebevolles Exemplar dieser Rasse, die ja ohnehin wunderbare Mitbewohner sind - im haus katzengleich sauber, liebevoll und anschmiegsam, draußen allerdings sehr lauffreudig und nur durch eine einfühlsame feste Bindung an ihren Menschen vom Jagdinstinkt abzuhalten - hier wartet Arbeit, Tess kann niemand <schnell-schnell> abfertigen, aber jede Mühe wird belohnt von diesem zauberhaften Wesen..