Freya

RatoneroBodegueroAndaluz,* ca. 1-2 Jahre, Hündin, ca.30-35 cm


  

  

Hier sieht man Freya, die jetzt Elly heißt, in ihrem neuen Zuhause mit ihren Kumpels. Sie ist ein kleiner Wirbelwind, der nur fotografiert werden kann, wenn sie schläft.



Freya ist nun in Deutschland auf einer liebevollen Pflegestelle. Dort zeigt sich jeden Tag auf´s Neue, dass sie nach der doch recht langen Zeit im Tierheim jetzt sehr glücklich ist. Sie verträgt sich mit all den anderen Hunden dort, kommt auch mit allen fremden Hunden gut aus und freut sich über ihre Menschen, egal, ob groß oder klein, jung oder alt. Außerdem hat Freya SPIELSACHEN entdeckt und schleppt nun ganz stolz täglich irgendeinen Hundeteddy oder etwas ähnliches mit sich herum - sie hatte offenbar noch nie etwas zum spielen und findet das jetzt toll. Uns treibt es jedesmal die Tränen in die Augen, wenn wir uns vergegenwärtigen, was diese junge Hündin bisher für ein Leben hatte - Mangel doch wirklich in den einfachsten Dingen. Freya passt gut überall hin. Sie ist nicht ängstlich, aber auch nicht nervig - spielt keiner mit ihr, spielt sie mit den (gehorteten) Spielsachen und wartet, bis sich etwas regt in der Familie. Sie war von Anfang an stubenrein und hört, wenn man sie ruft. Einzige das geordnete Laufen an der Leine, das muss sie noch lernen. Weil sie aber ein schlaues Hundchen ist, wird sie das bei etwas Training schnell drauf haben.


   

  

Diese niedliche kleine Maus saß eines Morgens in der Eingangsschleuse des großen Tierasyls unseres Partnertierheimes hinter dem Eingangstor.
Was war passiert?
Die Überraschung klärte sich bald darauf auf: Ein ehemaliger freiwilliger Helfer des Tierasyls hatte die kleine Freya in der Nacht auf einem eingezäunten Parkplatz entdeckt, wo sie traurig und ganz alleine immerzu am Zaun entlang auf der Suche nach einem Schlupfloch getigert war. Jemand hatte sich ihrer entledigt und sie mit böser Absicht ausgesetzt - vergessen worden war sie dort ganz sicher nicht.

Da der Mann großes Mitleid mit dem kläglich jammernden Hund hatte, kletterte er mutig über den Zaun, nahm sie in den Arm, kletterte irgendwie wieder zurück und - da er ja ortskundig war - schaffte er sie gleich in die Tierstation. Leider traf er dort keinen Menschen an, der ihm die Tür hätte öffnen können, so bugsierte er die arme Freya über das Tor in den Schleusenbereich, wo sie den Rest der Nacht heulend alleine verbringen musste, bis am Morgen der erste Mitarbeiter kam und sie einließ. Die arme war mittlerweile schon völlig verzweifelt, ließ sich aber mit Futter und Streicheleinheiten schnell trösten, kuschelte sich ein und schlief erst einmal eine Weile - die Nacht war einfach zu anstrengend für so eine kleine Motte gewesen.
Satt und ausgeschlafen erweist sich Freya als putzmuntere, fröhliche und anhängliche kleine Hündin. Sie ist ziemlich winzig geraten, hat aber genauso viel Temperament wie z.B. ihre rassetypisch 40 cm großen "Verwandten", die Glatthaar-Foxterrier. Freya ist eine kleine Frohnatur mit einer robusten Konstitution - ihr Abenteuer wäre sonst nicht so fast spurlos an ihr vorüber gegangen.
Sie ist absolut entzückend - freundlich zu allen Zwei- und Vierbeinern, eine ganz liebe und verspielte Maus, die auf diesem Weg nun eine eigene Familie sucht, in der sie ihr ganzes, neues Leben verbringen kann - das Tierasyl ist hierfür denkbar ungeeignet.