Daphne 

Yorkie-Mix, ca. 2-3 Jahre, Hündin, ca. um 35 cm

   

   

Seit nunmehr gut einer Woche (Stand Ende 01/2011) läuft die kleine Daffi mittlerweile draußen im Gelände ganz ohne Leine. Wenn es los geht, steht Daffi schon "Gewehr bei Fuß", hopst vor freudiger Erwartung um die Leine herum, fährt gut und gerne im Auto mit und dann geht es draußen im normalen Tempo ab auf die Hundewiese. Sie zeigt sich dort als freundliches und verträgliches kleines Hundemädel, das jedem Ärger aus dem Weg geht, stets auf Frauchen achtet, zuverlässig ihre Geschäfte verrichtet und sich draußen einfach ihres Lebens freut. Sie entfernt sich nicht besonders weit, kommt auf Zuruf  stets brav zurück und lässt sich wieder problemlos anleinen. Sie läuft locker eine Stunde und länger mit, genießt danach ihre Mahlzeit und dann wird im Körbchen geratzt und von "draußen" geträumt.

    

   

Nach einer Eingewöhnungszeit von 14 Tagen, in denen auf Daffi sehr viel Rücksicht genommen und sie von uns nicht bedrängt worden ist, haben wir sie unserer Tierärztin vorgestellt. Ergebnis: Daffi ist deutlich jünger als gedacht. Wir haben ein wenig Fellpflege betreiben können und ihr auch die Augen frei geschnitten - jetzt sieht man erst richtig, was Daffi für ein süßes Gesichtchen hat. Nachdem sie sich dann auch gleich Halsband und Geschirr umlegen ließ, können wir mit ihr auch auf die Hunderunden gehen - vorher war nur ein Gang in den Garten möglich. Daffi läuft gut an der Leine, zieht nicht, geht auch prima mit der Aufrollleine ins Gelände und freut sich ihres neuen Lebens. Sie begegnet fremden Artgenossen und deren Halter draußen ohne Scheu oder Probleme, läuft gut im Rudel und fährt auch gern im Auto mit. Von Anfang an war sie stubenrein. Auch wenn sie körperlich eher zierlich ist, so hat sie doch Power und ist nicht so schnell müde. Kleine Hunderunden um den Block werden hier also nicht ausreichen. Fell-Bürsten ist bisher nur unter Protest möglich, baden konnten wir sie noch gar nicht. Daffi ist durch ihre triste Vergangenheit belastet - sie bettelt am Tisch, lässt aber damit nach, wenn man sie ignoriert. Sie bleibt schon eine Weile alleine (mit und ohne die anderen Hunde), äußert ihre Freude über die Rückkehrer zwar kurz, aber lautstark - daran muss gearbeitet werden. Anfangs hat Daffi nachts im Traum häufig schaurige Laute von sich gegeben - mit zunehmender Erfahrung, dass nicht alle Menschen schlecht sind und sie jetzt in Sicherheit ist, wird es besser, sie wird deutlich zutraulicher, kommt an, fordert Streicheleinheiten ein und ist allen Zweibeinern in der Pflegestelle zugetan. Die Hundekumpel sind als Futterkonkurrenten noch verzichtbar, aber ein eher ruhigerer Hundekumpel wäre sicher in Daffis neuem Zuhause eine Bereicherung für ihr neues Leben.   

   

   

Nach nur einer Woche Ruhe und Geduld in der Pflegestelle ließ sich die anfangs völlig verunsicherte Daffi von Herrchen auf den Schoß nehmen und begeistert ein paar Minuten streicheln. Da die arme kleine Motte extrem dünn war, zeigte sie sich als recht futterneidisch - wen wundert´s? Inzwischen hat sie schon zugenommen, sie wioegt jetzt (01/11) 6,5 Kilo, und es geht ihr von Tag zu Tag besser.

   

Die kleine Daffi hatte großes Glück: Noch vor dem Jahreswechsel 2010/2011 konnte sie auf eine Pflegestelle nach Deutschland ausreisen. Hier wird sicherheitshalber die leere Flugbox insspiziert ... da war doch was ... bloß raus hier, nie wieder in die Flugbox, nie wieder zurück ...

   

Daffi in 12/10 auf Malta in das Tierasyl: Verfilzt, dünn und verstört.