Ignazju 

Pinscher, *ca. 04/2008, Rüde, ca. 35-40 cm

Dieser arme, bis auf sein Skelett abgemagerte Hund namens Ignazju (Ignatius, heiliger Märtyrer), war mit noch nicht einmal zwei Jahren in dieser schlimmen Verfassung, weil sich niemand für ihn verantwortlich fühlte, sich um ihn kümmerte, sondern ihn einfach auf der Insel Gozo (Nachbarinsel von Malta) aussetzte und seinem Schicksal überließ.

Für die Streunerhunde auf diesen kleinen Inseln ist neben der Futterbeschaffung vor allem das Trinkwasser quer durch die warmen Jahreszeiten ein Problem - ohne genügend Süßwasser dehydrieren sie schnell und sind dann einem Tod durch Austrocknen ausgeliefert, vor allem, wenn sie noch so jung sind. Im Sommer gibt es keine Pfützen vom Regen, und wenn sie sich einem Restaurant oder einer Strandbar nähern, wo manchmal ein Wasserhahn tropft, dann werden sie meistens mit Tritten, Schlägen und Steinwürfen verjagt.

Iggy hatte Glück im Unglück - ein Pärchen aus Irrland (Urlauber) mit großem Herz fanden ihn und - da die Tierauffangstation auf Gozo wegen Überfüllung einen Aufnahmestopp ausgerufen hatte - brachten ihn auf die Nachbarinsel Malta, wo der kleine Racker in der großen Auffangstation unterschlüpfen konnte. Hier zeigt sich Iggy von seiner besten Seite - freundlich, dankbar, drollig, lieb und schon fast unterwürfig-begeistert, weil er endlich einen Platz hat, wo er nicht verjagt wird und sogar täglich noch Fressen und Wasser hingestellt bekommt - im Moment ein kleines Paradies.

Aber das kann es ja noch nicht gewesen sein für Iggy, oder? Auch er, der doch nur die Körpergröße eines Foxterriers hat, möchte letztlich ein eigenes Körbchen und seine lieben Menschen bis an sein Lebensende haben. Er ist hier gestrandet, aber seine Chance sollte jetzt kommen. Iggy ist bereit, sind Sie es auch? So sehr hohe Ansprüche hat der kleine Kerl doch nicht ... und mit ein paar Kilo mehr auf den Rippen ist er doch ein wirklich schicker Typ.