Max

Boxer, Rüde, * ca. 09/2019, ca. 55-58 cm


Auch vor Rassehunden wie Boxer Max macht die sog. Tierliebe keine Ausnahme – als kleiner Welpe angeschafft, wurde er die erste Zeit nach Strich und Faden verwöhnt und diente der 10-jährigen Tochter lange Zeit als Spielzeug, mit dem das Kind so ziemlich alles machen konnte, z.B. verkleiden. Sie ärgerte ihn und störte ihn auch häufiger beim Fressen, Irgendwann wurde es Max zu viel, er knurrte die Tochter an, da musste er des Familienfriedens wegen weichen. Niemand hat dem immerhin schon 10 Jahre alten, und damit einigermaßen vernünftigem Kind erklärt, dass sie diesem Hund Respekt entgegen bringen müßte.

Nun denn, immerhin wurde er nicht ausgesetzt, obwohl die Familie das Land verlassen wird, sondern eine Übernahme in unser Partnertierheim vereinbart. Der Wechsel fand statt in einem Fitness-Studio – die komplette Familie kam, drückte Max dem Tierheimleiter in die Hand, drehte sich um und ging fort – Max konnte es nicht fassen, er wollte hinterher und ließ den Ausgang nicht aus den Augen. Er war danach lange traurig, die treue Seele.

Seine „Ausrüstung“ bestand aus einem Würger-Stachelhalsband, welches als erstes sofort abgeschafft wurde. Testweise ging man mit Max an der Leine spazieren, das macht er ganz prima mit normaler Ausrüstung, wir empfehlen aber hier für die erste Zeit in jedem Fall ein 3-Punkt-Sicherheitsgeschirr, bis man sich gut kennen gelernt hat. Max ist ein wunderbarer Hund – Kumpel für Mensch und Hund, und in seiner Mimik kann man gut ablesen, wie er sich fühlt. Es soll hier jedoch nicht verschwiegen werden, dass so ein junger Boxer eine Art <Kraftprotz> ist und daher viel Auslauf und Beschäftigung braucht. Er ist noch nicht einmal zwei Jahre, da kommen noch einige Rüpelphasen auf seine Menschen zu, die bewältigt werden wollen.