Holly hat am 17.02.2010 ein Zuhause gefunden !!!

Der Urlaub am Gardasee war klasse und Holly war toll! Sie hat die 15 Stunden Bahnfahrt dorthin oder zu Mucken gemeistert, auch wenn wir bei jedem Halt mit ihr rausgesprungen sind, damit sie sich nicht quälen muss, falls sie ein Geschäftchen machen muss. Aber klar, auf Beton macht sie nicht und der nächste Grashalm war leider immer zu weit weg. Karsten ist mit ihr um 1 Uhr morgens nochmal bei einem Halt am Brenner raus, da lag noch Schnee, aber selbst da wollte oder konnte sie nicht, wahrscheinlich vor Aufregung, auch dass der Zug wegfährt, in dem ja ICH noch war. Jedenfalls bekam ich in der Nacht von meinem Hochbett im Zugabteil aus einen Schrecken, weil sie nicht mehr auf der Decke lag, aber dafür lag sie fest schlummernd auf der Sitzbank und wir haben sie dann noch zugedeckt, weil die Klimaanlage so gezogen hat (siehe Bild).

Auch im Hotel war sie klasse, nur am 1. Tag mal ein Bellen, weil sie andere Leute gehört hat, klar. Macht sie ja zuhause auch. Aber dann hat sie wohl begriffen, dass das im Hotel so sein muss und ab da hat sie kein einziges Mal mehr gemuckt, auch wenn lautere (spanische!) Nachbarn nachts nach Hause gekommen sind. Friedlich und glücklich lag sie in ihrem Häuschen und hat geratzt (Foto). Überhaupt war sie im Hotel der Liebling aller Gäste, morgens wurde im Frühstücksraum schon überall "Holly Holly" gerufen, in dem kleinen Dorf kannte man uns auch schon und abends konnten wir uns auch nicht an den zumeist älteren Gästen im Hotel vorbeischleichen, ohne dass Holly nicht noch ihre Streicheleinheiten bekam und wir erzählen mussten, was wir am Tag alles unternommen hatten.

Wir haben schöne Wanderungen gemacht und Bootsfahrten, bei denen sie sich dann aber nach einiger Zeit wie eine Katze auf meinen Schoß gekräuselt hat, ich denke, der Motorenlärm war ihr am Boden unangenehm und hat sie vielleicht auch an das Flugzeug erinnert, in dem sie kam. Sie hat Esel und Kühe kennengelernt, wobei sie komischerweise bei Eseln sehr vorsichtig war und beim Näherkomment zwar neugierig war, aber dann doch immer zurückgeschreckt ist, wenn die Eselnase zu nahe kam. Auf Kühe dagegen war sie total scharf, da wollte sie unbedingt auf die Weide und hat richtig hingezerrt. Wir hatten sie aber an der Leine, wer weiß, was da sonst passiert...Hmmm..vielleicht kennt sie Kühe von Malta? Vielleicht war sie bei einem Bauern?

Alles in allem war es richtig super und entspannt, besonders eine riesige Wiese mit Olivenbäumen hat es uns allen dreien angetan, Holly konnte frei herumspringen und aus dem Bach trinken und wir haben gepicknickt. Wir sind da auch fast jeden Tag hin. :-) (Foto)

Ihre Freude war dann aber auch unermeßlich, als wir wieder zuhause waren. Sie ist in die Wohnung gestürmt und hat ihr Affenkissen gepackt und herumgeschleudert und ist wie eine Wilde durch alle Räume gerast. Herrlich!

Tja, das war unser kleiner Urlaubsbericht. So etwas schweißt wirklich zusammen, in der Tat.

Und jetzt gehts zum Gassigehen, schön in den Park und ganz weit weg von den bevorstehenden üblen Maikrawallen. Achso, letzten Sonntag waren wir am Grunewaldsee, damit Holly frei laufen und sausen und baden kann, das Wetter war ja so schön und warm. Das mit dem Laufen ging ja noch, aber weder Sausen noch Baden waren ihr Ding. Es waren einfach zu viele Menschen und Hunde da und wir haben auch schon festgestellt, dass wenn auf dem Hundespielplatz zu viele Hunde sind, sie nicht rennen mag. Sie legt sich dann immer nur neben uns und schaut herum, ganz Lady. Ähnlich am Grunewaldsee, sie ist nur vor uns hergetrottet aber keine Spur von Übermut und Rennen. Und Baden...ach herrje...die Füßchen dürfen ja nicht naß werden! :-)

Bilder folgen.

Heute abend ist Holly eine Woche bei uns und ich denke, sie fühlt sich schon ganz wohl. Wir haben auch schon einen ganz guten Tagesablauf mit Gassi und Fressen hinbekommen. Sie hatten recht: in der Nacht, nachdem wir telefoniert hatten, hatte sie tatsächlich noch mal ein Häufchen ins Bad gemacht, danach bisher nicht mehr, toitoitoi! "Sitz" kann sie auch schon ganz gut und "komm" geht auch, aber nur mit Leckerli. Ansonsten ist sie ziemlich cool, Straßenlärm, Kirchenglocken von nebenan oder Martinshorn auch nicht, Kinder mag sie gerne, andere Hunde auch, sie frißt wie ein Scheunendrescher und stiehlt vor allem wie ein Rabe. Man kann nichts in der Küche stehen lassen, auch nicht, wenn man ihr nur den Rücken zudreht. Gestern musste eine halbe Schachtel Frischkäse dran glauben. Ihr Lieblingsplatz in der Wohnung ist das Sitzkissen (klar) und wenn keiner guckt, das Sofa (noch klarer :-), aber da schmeißen wir sie runter, wenn wir es merken. Das weiß sie aber, glaube ich, ganz genau, dass sie nicht rauf darf. Die Nachbarn bellt sie fleißig aus, wenn sie an der Tür vorbeigehen, aber das müssen wir ihr noch abgewöhnen und wollen sie die Tage den Nachbarn persönlich vorstellen, damit sie die mal beschnuppern kann und weiß, wer alles an der Tür vorbeigeht. Denke, das nimmt ihr die Angst und sie weiß dann, dass die Leute zum "Stall" gehören. Auf den Hundespielplatz geht sie gerne, wenn sie auch nicht mit den anderen spielen mag. Sie ist dann ganz Lady, schaut in der Landschaft herum und läuft mir nach. Stöckchen fangen ist nicht ihr Ding, kommt vielleicht noch. Bällchen auch nicht, das wird dann mit dem Apportieren schwierig, wenn sie nicht hinterher läuft. Aber kommt Zeit, kommt vielleicht auch Nachlaufen. Ist ja nicht so wichtig im Moment. Dafür mag sie auf weichen Sachen herumkauen, die sie bekommt, am besten aus Textil, Stoffhunde etc.. Aber sie ist noch an nichts gegangen, was sie nicht haben darf. Tja, sieht ganz gut aus bisher, denke ich. Wir üben halt fleißig Fuß gehen, auch wenn ihr das noch nicht besonders gefällt, weil sie herumsausen will. Aber am Sonntag hatten wir sie schon ohne Leine im Park laufen, da kam sie uns auch immer hinterher, spätestens wenn sie uns nicht mehr gesehen hat.                   
       

Haben Sie eigentlich noch etwas "Hintergrundwissen" bzgl. Holly, wie lange bei den Vorbesitzern und auf der Straße bzw. dann in der Station war? Denn einiges scheint ihr vertraut, z.B. Autofahren (mag sie gerne) und baden und föhnen, da zeigte sie keinerlei Abwehr oder Mißmut, aber vielleicht war es auch das erste Mal in ihrem Leben, dass sie gebadet wurde und sie hatte einfach keine Ahnung...Auch vor der Box hatte sie keine Angst, als wir sie gereinigt haben (Foto), im Gegenteil: sie ist von selbst hinein gegangen, wir haben sie nicht ermuntert. Die Box muss sie sogar als positiv (Höhle) empfunden haben. Dann wiederum ist sie auf Futter aus ohne Ende, würde am liebsten jeden Mülleimer durchsuchen, was darauf schließen lässt, dass sie dies eine Zeitlang auf der Straße auch musste. (Siehe Foto, sie klaut gerade die Milch aus meiner Kaffeetasse...und danach ist friedvolles Schlafen angesagt :-) Vielleicht wissen Sie noch ein bissl was über ihr Vorleben?

     

Holly geht es ausgezeichnet, sie blüht von Tag zu Tag auf und kreiselt jetzt schon richtig, wenn es ans Gassigehen geht. Wir lassen sie im Park schon frei laufen und sie hört auch (ganz gut...selektive Wahrnehmung, würde ich mal sagen, je nachdem, womit sie gerade beschäftigt ist...). Ich glaube, sie fühlt sich ganz wohl. Sie spielt auch schon gerne, am liebsten mit Dingen, die quietschen. Einzig mit dem Alleinbleiben hat sie noch ihre Probleme, ich trainiere. seit sie hier ist, einige Male täglich mit ihr, 5 Minuten, 8 Minuten, aber nach 2-3 Minuten fängt sie das Winseln und Jaulen an. Damit wir das nachvollziehen können, lassen wir ein Tonbandgerät und die Kamera laufen, daher können wir es sehen und hören. Vielleicht haben Sie hier noch einen Tip, wie man das hinkriegt? Wissen Sie eigentlich genaueres über ihr Vorleben bzw. können Sie dies über die Kollegen auf Malta noch herausfinden? Wie lange sie beim Vorbesitzer gelebt hat und wie (im Zwinger, im Haus, draußen)? Und wie lange sie draußen auf der Straße gelebt hat, bevor sie in die Auffangstation kam? Oder wie lange sie in der Auffangstation gelebt hat? Das wäre interessant zu wissen, um sich ein besseres Bild machen zu können bzw. ein oder andere Verhalten besser zu verstehen.

   

Holly durfte mit in den Urlaub am Gardasee - die Fahrt im Zug wurde verschlafen.

     

Der Urlaub am Gardasee war klasse und Holly war toll! Sie hat die 15 Stunden Bahnfahrt dorthin oder zu Mucken gemeistert, auch wenn wir bei jedem Halt mit ihr rausgesprungen sind, damit sie sich nicht quälen muss, falls sie ein Geschäftchen machen muss. Aber klar, auf Beton macht sie nicht und der nächste Grashalm war leider immer zu weit weg. Karsten ist mit ihr um 1 Uhr morgens nochmal bei einem Halt am Brenner raus, da lag noch Schnee, aber selbst da wollte oder konnte sie nicht, wahrscheinlich vor Aufregung, auch dass der Zug wegfährt, in dem ja ICH noch war. Jedenfalls bekam ich in der Nacht von meinem Hochbett im Zugabteil aus einen Schrecken, weil sie nicht mehr auf der Decke lag, aber dafür lag sie fest schlummernd auf der Sitzbank und wir haben sie dann noch zugedeckt, weil die Klimaanlage so gezogen hat (siehe Bild). Auch im Hotel war sie klasse, nur am 1. Tag mal ein Bellen, weil sie andere Leute gehört hat, klar. Macht sie ja zuhause auch. Aber dann hat sie wohl begriffen, dass das im Hotel so sein muss und ab da hat sie kein einziges Mal mehr gemuckt, auch wenn lautere (spanische!) Nachbarn nachts nach Hause gekommen sind. Friedlich und glücklich lag sie in ihrem Häuschen und hat geratzt (Foto). Überhaupt war sie im Hotel der Liebling aller Gäste, morgens wurde im Frühstücksraum schon überall "Holly Holly" gerufen, in dem kleinen Dorf kannte man uns auch schon und abends konnten wir uns auch nicht an den zumeist älteren Gästen im Hotel vorbeischleichen, ohne dass Holly nicht noch ihre Streicheleinheiten bekam und wir erzählen mussten, was wir am Tag alles unternommen hatten. Wir haben schöne Wanderungen gemacht und Bootsfahrten, bei denen sie sich dann aber nach einiger Zeit wie eine Katze auf meinen Schoß gekräuselt hat, ich denke, der Motorenlärm war ihr am Boden unangenehm und hat sie vielleicht auch an das Flugzeug erinnert, in dem sie kam. Sie hat Esel und Kühe kennengelernt, wobei sie komischerweise bei Eseln sehr vorsichtig war und beim Näherkomment zwar neugierig war, aber dann doch immer zurückgeschreckt ist, wenn die Eselnase zu nahe kam. Auf Kühe dagegen war sie total scharf, da wollte sie unbedingt auf die Weide und hat richtig hingezerrt. Wir hatten sie aber an der Leine, wer weiß, was da sonst passiert...Hmmm..vielleicht kennt sie Kühe von Malta? Vielleicht war sie bei einem Bauern? Alles in allem war es richtig super und entspannt, besonders eine riesige Wiese mit Olivenbäumen hat es uns allen dreien angetan, Holly konnte frei herumspringen und aus dem Bach trinken und wir haben gepicknickt. Wir sind da auch fast jeden Tag hin. :-) (Foto) Ihre Freude war dann aber auch unermeßlich, als wir wieder zuhause waren. Sie ist in die Wohnung gestürmt und hat ihr Affenkissen gepackt und herumgeschleudert und ist wie eine Wilde durch alle Räume gerast. Herrlich! Tja, das war unser kleiner Urlaubsbericht. So etwas schweißt wirklich zusammen, in der Tat.