Sam

Kleiner Mischling, Rüde, * ca. 2014, ca.40 cm


NEWS:
Sam hatte Glück und ergatterte ein freies Körbchen bei einem lieben älteren Ehepaar mit Haus und Garten. Leider dauerte die Freude nur vier Wochen, dann musste sein Frauchen ins Krankenhaus und Sam auf eine Pflegestelle.
Auch dort zeigt sich, was Sam für ein angenehmer Mitbwohner ist. Morgens nach dem aufstehen freut er sich und lässt sich den Kopf kraulen. Er geht sehr gerne mit der Pflegemama und deren eigenen Hunden spazieren und legt dabei problemlos etliche Kilometer zurück. Im Haus ist er ruhig und bellt nicht, macht aber eine Art "grunzendes" Geräusch, wenn er sich freut. Insgesamt ist er eher schüchtern. Körperkontakt wird z.Zt. auf den Kopf-Brust-Bereich beschränkt, da er sich weiter hinten noch nicht gerne kraulen lässt - wir arbeiten daran. Mit den vorhandenen Hunden hat er keine Probleme, weder drinnen, noch draußen - gilt auch für fremde Hunde. Wenn es ihm einmal zu viel wird, zieht er sich auf seinen Schlafplatz zurück - kurzum, hier wartet ein toller Hund von sieben Jahren auf seine zweite Chance.
News aus der Pflegestelle:
Der Sam....der Arme....er hat ja so oft noch Angst. Frei nach dem Motto "gewollt hätte ich schon, ich hab mich nur nicht dürfen getraut....", das zeigt sich auch in fremder Umgebung. Aber er ist bestecjhhlich, und wenn er ein paar Leckerlies abgenommen hat, wird man recht schnell gut Freund mit Sam.

Er geht begeistert mit spazieren. Auch 3 Stunden lang. Das klappt auch problemlos mit den anderen Hunden. Zuhause ist es entspannt. Er wird im Flur gefüttert, die anderen in der Küche, und wenn alle aufgegessen haben, werden alle Näpfe eingesammelt und weggestellt.

Manchmal liegt er sogar mit Rudi, dem anderen Hund, zusammen in der Transportbox. Er freut sich immer sehr, wenn die Pflegemama von der Arbeit kommt. Kopf streicheln findet er schön....wenn er aus dem Geschirr rutscht...anfassen findet er doof und kann auch schon mal aus Angst "luftschnappen", wird aber nicht ernst. Er ist irgendwie eine arme verlorene Seele, mit der man Mitleid haben muss.  Die letzten paar Tage waren schön, und er scheint sich mittlerweile in der Pflegestelle etwas heimischer zu fühlen.

So langsam darf ichseine Pflegemama auch vorsichtig über seine Vorderbeine streicheln....er freut sich, wenn ich das Futter bringe oder von der Arbeit komme, dann hüpft er rum und bellt und beim Laufen mit Allen versucht er zu spielen und springt hin und her. Die Angst holt ihn aber auch schnell wieder ein....er schlief anfangs nur eingerollt, inzwischen schläft er schon ganz entspannt mit Bauch nach oben.  Die Hundemädchen findet er gut. Dem Rüden im Haushalt geht er meist einfach aus dem Weg. An der Leine laufen sie aber problemlos nebeneinander.

Nach vielen Wochen hat er sich zum 1. Mal auf seinen Rücken gedreht und sich seinen Bauch streicheln lassen👍  das war am 26.10.2020

Sam wird von Tag zu Tag zutraulicher mit den Menschen, die er kennt. Er ist Fremden gegenüber nach wie vor sehr reserviert. Männer machen ihm eher Angst. Wenn man etwas Zeit investiert, wird er zugänglich. Außerdem ist er verfressen. Das hilft enorm, wenn es ums Zutrauen geht.

Da er einen starken Mundgeruch hatte, wurde er dem Tierarzt vorgestellt. Dort wurden ihm einige vereiterte Zähne gezogen, und seitdem die Wunden verheilt sind, ist Sam wie ausgewechselt - man könnte fast schon sagen fröhlich. Was muss er für Schmerzengehabt haben .... 

Wenn Sam im Haus ist, brauchen seine Menschen keine Angst zu haben. Wer Frauchen angreift, den frißt er. Dennoch stehr er sich oft selbst im Weg mit seiner Angst. Ältere Kinder findet er ganz aufregend....sie werden beim Gassi gehen beobachtet und er versucht dann, bneben ihnen zu laufen. Sobald sie Blicvkkontakt zu ihm aufnehmen, flitzt er wieder auf die andere Seite von Frauchen, um dann gleich wieder neben sie zu schleichen....und so quasi heimlich verliebt neben ihr her....goldig.

Die Pflegemama schreibt:
Samling ist seit der Zahn-Op deutlich besser drauf, hat endlich normalen Stuhlgang....und ist viel schmusiger. Als hätte er gemerkt, da ist jemand, der holt mich, läßt mich nicht zurück, ist immer da und ich darf vertrauen, denn dort wird sich um mich gekümmert. Er freut sich so, wenn ich ihn streichle und springt auch draußen schon mal freudig um mich rum

Story
Sam ist nach unseren Recherchen über fünf Jahre !!!!! in einem rumänischen Tierheim gesessen. Im Mai 2020 bekamen wir grünes Licht für seine Vermittlung. Er wurde damals mit einer Eisenkette dort am Tor angebunden und einfach herzlos zurück gelassen - scheinbar war er nicht länger gewollt, und geliebt worden ist er vermutlich nie.
Dabei ist Sam so ein lieber und verschmuster, freundlicher Hund, der ihm fremden Menschen jedoch anfangs mit ziemlicher Zurückhaltung begegnet - Sam ist schüchtern, aber mit ein bißchen Liebe, Zeit und Geduld würde er sich sicher zeitnah an einen oder mehrere liebe Menschen gewöhnen und seine täglichen Streicheleinheiten und abenteuerliche Gassirunden einfordern.
Er braucht dazu eben einfach nur eine neue Chance. Weil er so neugierig ist, würde er sich vermutlich relativ schnell jemandem anschließen und mit seinem Frauchen und/oder Herrchen deren Leben teilen, wenn er dazu eine echte Chance bekäme.
Wer also einen lieben, eher zurückhaltend-schüchternen Hund in seine Familie aufnehmen möchte, der hätte mit Sam einen Hauptgewinn. Und er bräuchte sicherlich nicht zu fürchten, dass dieser Vierbeiner z.B. zu einem  fremden Menschen ins Auto steigt oder mit einer ihm unbekannten Person einfach so mit geht. Da er besonders hübsch gezeichnet ist, ein total pflegeleichtes Fell und eine angenehme Statur hat, sollte auch Sam seinen 6-er im Lotto schnell finden - schreiben Sie uns bitte an, er wartet. So eine Tierauffangstation ersetzt niemals ein gutes Zuhause. Und fünf Jahre Tierheim sind endlos - Sam muss nach diesem isolierten Umgebung erst einmal alle Besonderheit in unserer Welt kennen lernen und verstehen, dann wird er zum besten Freund des Menschen.