Prinz 16

RatoneroBodegueroAndaluz, Rüde,* 2014, 35-40 cm



Dieser kleine Hund hat eine Art Wunder vollbracht:
Der liebenswerte Prince hat sich den Weg in ein Tierasyl selbst gesucht und hart erkämpfen müssen. Er wurde in einem Gewerbegebiet ausgesetzt und musste sich dort wochenlang alleine auf der Straße herumschlagen. Die Leute gingen jeden Morgen zur Arbeit und jeden Abend wieder nach Hause, aber es hat sich seiner leider nie jemand angenommen - die Menschen gingen einfach achtlos an ihm vorbei. Wenigstens ein paar Essensreste konnte er dort immer wieder mal abstauben.
Von dort hat er es dann irgendwie geschafft, sich Stück für Stück dem örtlichen Tierheim zu nähern und eines Morgens saß er zur Überraschung der Tierheimmitarbeiter einfach vor dem Tor und wollte mit hinein. Das durfte er dann natürlich auch, und jetzt ist er da in Sicherheit und hat eine wenn auch einfache, so doch täglich gleichmäßig wiederkehrende Grundversorgung.
Prince zeigt sich Menschen gegenüber sehr freundlich und anhänglich und wünscht sich unbedingt mehr Kontakt zu Zweibeinern, als ihm die Mitarbeiter des Tierheims bieten können. Sie müssen ihre Aufmerksamkeit immer teilen und so arme Seelen wie Prince kommen dabei natürlich viel zu kurz. Er lebt hier mit an die 100 anderen Hunden zusammen und zeigt sich dabei völlig problemlos und verträglich; er könnte demnach auch gut zu bereits vorhandenen Hunden vermittelt werden. Die Rasse Ratonero gilt zwar als Terrier, ist aber bekannt dafür, sehr viel weicher und leichter erziehbarer zu sein als seine zumeist aufmüpfigen oder hyperaktiven Verwandten. Er bindet sich sehr schenll eng an seine Menschen, ist lernwillig, draußen gern in Aktion und drinnen ruhig und eher gemütlich. Sein Jagdtrieb gilt als sehr leicht umlenkbar, und in seinem Heimatland gab es ohnehin nur Vögel zum jagen - da merkt auch der dümmste Hund irgendwann, dass es sich nicht lohnt, den Flattertieren hinterher zu rennen. Wir gehen also erfahrungsgemäß davon aus, dass hier kein Jagdtrieb überhaupt richtig ausgeprägt ist.
Prince ist noch jung, dabei nicht mehr allzu wild und würde sich unkompliziert in die verschiedensten Lebenssituationen einfügen können. Ihm würde es allerdings wohl besonders gut gefallen bei aktiveren Menschen, die ihm noch gern ein bisschen beibringen wollen und viele Abenteuer mit ihm erleben möchten. Er würde sich bestimmt auch für Aktivitäten wie Joggen oder Radfahren eignen, wobei dies kein Muss ist, wenn er die Möglichkeit hat, sich bei regelmäßigen Hunderunden mit und ohne Artgenossen auszutoben. Bei einer Übernahme sollten neue Frauchen/Herrchen bitte berücksichtigen, dass der kleine Racker zunächst "ankommen dürfen" muss und dann nach und nach antrainiert werden sollte - von jetzt auf gleich können keine Wunder erwartet werden. Und natürlich möchte Prinz - wenn schon - dann ein Zuhause mit lebenslangem Bleiberecht.